Nach langer Vorbereitungszeit war es am Samstagmorgen endlich soweit: Das Wertungsspiel für uns begann. Nach kurzem Einspielen und Einstimmen bekamen wir um 8:35 Uhr unseren Stundenchor überreicht. Ab diesem Zeitpunkt hatten wir genau 60 Minuten Zeit das neue Stück bestmöglich einzustudieren. Mit viel Konzentration und dem geschulten Auge von Dirigent Kurt Graf wurde das Stück „Sbandiamo!“ von Jacob de Haan durchgearbeitet. Um 9:35 Uhr war die Probezeit beendet und es ging zur Halle.

Für die Bläser hieß es kurz durchatmen, während die Schlagzeuger ihre Instrumente auf der Bühne aufbauten.

Etwas verspätet nahmen wir auf der Bühne Platz und gaben dem Publikum und den Juroren mit dem Stück „Highland Cathedral“ einen ersten Vorgeschmack auf unser Können. Anschließend wurde das Stück des Stundenchors vorgetragen und zum Abschluss präsentierten wir das Selbstwahlstück „Red Rock Mountain“ von Rossano Galante. Es war geschafft und nun hieß es abwarten.

Kurt und Michi nahmen direkt im Anschluss am Dirigentengespräch teil, bei dem jedoch deutliche Kritik an unserem Selbstwahlstück geübt wurde. Etwas mulmig wurde der nächste Tag erwartet.

Am Sonntag wurde mit dem Bus an- und abgereist und nach Massenchor und Festumzug kam der Fahneneinmarsch. Unser neuer Fähnrich Peter Traub meisterte diesen ersten Fahneneinmarsch seiner Karriere mit Bravour. Danach ging es mit der Party im Zelt weiter und um kurz nach 17 Uhr war es soweit: Die Bekanntgabe der Wertungsspiel-Ergebnisse begann. Nach sehr unterschiedlichen Noten und Punktzahlen wurden Dirigent und Vorstand vom Musikverein Tannheim auf die Bühne gerufen. Kurt Graf und Ralf Hohendorf betraten gespannt die Bühne als der Kreisverbandsvorsitzende des Blasmusikkreisverbandes Ravensburg Rudolf Hämmerle verkündete:

„Der Musikverein Tannheim nahm beim Wertungsspiel in der Oberstufe mit Stundenchor teil und erreichte das Ergebnis: sehr gut mit 84,7 Punkten.“

Der Jubel bei den Tannheimer Musikanten war riesig und so wurde im Haidgauer Zelt als auch später in Tannheim gefeiert. Gott sei Dank waren wir mit dem Bus da.

 

Es war ein tolles Erlebnis und hat sowohl die jungen als auch die erfahrenen Musikanten musikalisch voran gebracht – und die Party war auch nicht zu vernachlässigen.