Am vergangenen Samstag hat der Musikverein Tannheim bei seinem traditionellen Jahreskonzert zahlreiche Besucher in seinen Bann gezogen.

Den Auftakt des Konzertabends übernahm das Vororchester der Jugendkapelle Illertal-Rottal unter der noch ganz frischen Leitung von Theresa Grimm und Tobias Kohler. Die jungen Musiker stimmten den Konzertabend klangvoll mit den Stücken „Music fort he royal Fireworks“ und „Coconut Song“ ein. Nach der schmissigen Zugabe „Rudolph, the Red-Nosed Reindeer“ verabschiedete sich der Nachwuchs mit viel Applaus. Nach einer kurzen Umbaupause nahmen die 52 Musikerinnen und Musiker der Musikkapelle Tannheim unter der bewährten Leitung von Kurt Graf auf der Bühne Platz.

Mit der „Jubiläumsfanfare“ von Kees Vlak wurde der Konzertabend rund um das 30-jährige Dirigentenjubiläum von Kurt Graf gebührend eröffnet. Stehenden Applaus und überglückliche Musiker gab es nach Stück „Tirol 1809“, einem Klassiker der Blasmusik. Abgeschlossen wurde der erste Teil mit dem Konzertmarsch „Das Abzeichen“. Der Marsch mit bulgarischen Wurzeln wurde von Stefan Marinoff komponiert und von Siegfried Rundel arrangiert. Nach der Pause wurden die Zuhörer mit dem Stück „Saturn: The Ringed Planet“ von Rob Romeyn mit auf eine Reise zum zweitgrößten Planeten unseres Sonnensystems genommen, bevor zu Hits wie New York, New York, Somethin‘ Stupid oder Fly me to the Moon im Medley „Frank Sinatra Classics“ geswingt wurde. Mit der epochalen Filmmusik „Highlights from EXODUS“ von Ernest Gold begleiteten wir das Schiff „Exodus 1947“ auf seinem Weg nach Palästina kurz nach dem zweiten Weltkrieg.

Nachdem der Großteil des musikalischen Abends vergangen war, standen nun die diesjährigen Ehrungen an. Tobias Holzinger spielt seit 10 Jahren im Tannheimer Musikverein, Rene Ziesel konnte für 20 aktive Jahre geehrt werden. Noch weitere 10 Jahre länger aktiv dabei sind Katja Danner und Stefan Guter, die beide wichtige Aufgaben auch außerhalb des musikalischen beim Musikverein erledigen. Sogar 40 aktive Jahre dabei ist der Schlagzeuger Karl-Heinz Graf. Weiter ging es mit besonderen Ehrungen – nicht aktive Jahre zählten jetzt, sondern geleistete Arbeit an vorderster Stelle. Seit dem Jahr 2000 ist Joachim Ströhm bereits Vorstand beim Musikverein Tannheim. Von 2003 bis 2017 bekleidete er den Posten des 1. Vorsitzenden, davor und danach war und ist er immer noch 2. Vorsitzender. Eine Ehrung, die nicht viele Vorstände erreichen. Doch der Arbeit nicht genug, für sage und schreibe 30 Jahre aktive Dirigententätigkeit konnte an diesem Abend Kurt Graf geehrt werden. Seit 30 Jahren ist er das Gesicht beim Musikverein Tannheim. Das ist etwas seltenes, etwas besonderes, etwas hervorragendes! Der Kreisverbandsdirigent des Kreisverband Biberach Bernd Biffar beschrieb sehr gut, was ein Dirigent alles leisten muss. Mit Standing-Ovations würdigten sowohl die Zuhörer als auch die Musikanten auf der Bühne die Leistung von Kurt.

Anschließend an die Ehrungen überreichte der 1. Vorsitzende Ralf Hohendorf gemeinsam mit Stefan Rundel vom Musikverlag Rundel die eigens für Kurt Graf komponierte „Tannheimer Mühlenpolka“ an den freudestrahlenden Geehrten. Kurt Gäble konnte für diese Komposition gewonnen werden. Er pflegt gute Beziehungen zur Mühlenfamilie Graf und hat in dem neuen Stück die Arbeit der Mühle treffend musikalisch festgehalten. Nach diesen emotionalen Ehrungen präsentierte der Musikverein Tannheim in einer Uraufführung voller Stolz die „Tannheimer Mühlenpolka“ von Kurt Gäble.

Doch mit diesem letzten offiziellen Stück durften Dirigent und Musikanten natürlich nicht von der Bühne. Und so gab es als Zugabe den Marsch „Regimentsgruß“ sowie das Weihnachtsstück „Feliz Navidad“.

Ein herzliches Dankeschön an die Musikantinnen und Musikanten für die viele Probenarbeit und an alle Helfer, die rund um das Konzert im Einsatz waren.

Zu guter Letzt ein besonderes Dankeschön an die vielen Zuhörer, die den Klängen der Kapelle lauschten.

Ein Termin gleich zum Vormerken: Am 21. März 2019 findet das Bockbierfest des Musikverein Tannheim im Dorfgemeinschaftshaus statt.